70 Jahre Judo in Großenhain – eine traditionsreiche Erfolgsgeschichte


Am 12. September 2026 feiert der Judosportclub Großenhain e. V. sein 70-jähriges Judojubiläum. Sieben Jahrzehnte Judosport in Großenhain stehen für sportliche Erfolge, engagierte Trainer, intensive Nachwuchsarbeit und eine Gemeinschaft, die den Judosport über Generationen hinweg geprägt hat.

Die Geschichte des Großenhainer Judos ist besonders mit drei Namen verbunden: Heinz Zalkow, Walter Schütze und Dirk Ammermann.

Die Grundlagen legte Heinz Zalkow, der 1953 nach Großenhain kam und zunächst Jiu-Jitsu sowie später klassisches Judo trainierte. Gemeinsam mit weiteren Sportfreunden gründete er am 10. November 1956 die Sektion Judo der SG Dynamo Großenhain. Schon wenige Jahre später begann die gezielte Nachwuchsarbeit. Zahlreiche Sportler wurden von ihm ausgebildet und schafften den Sprung in den Leistungssport. Zalkow blieb dem Judo bis ins hohe Alter verbunden und erreichte den 5. Dan. 2024 verstarb er im Alter von 93 Jahren.

Ab den 1970er-Jahren prägte Walter Schütze die weitere Entwicklung entscheidend. Der ehemalige Wettkämpfer übernahm als Haupttrainer Verantwortung für die Trainingsgruppen und förderte besonders den Nachwuchs. Unter seiner Leitung wurde die SG Dynamo Großenhain 1972 zum Trainingszentrum ernannt. Gleichzeitig öffnete sich der Judosport zunehmend auch für Mädchen. Über Jahrzehnte formte Schütze erfolgreiche Sportler und Trainer und unterstützte später die Gründung des heutigen Judosportclubs Großenhain. 2014 verstarb er im Alter von 67 Jahren.

Eine weitere wichtige Persönlichkeit ist Dirk Ammermann, der 1970 mit dem Judo begann. Nach vielen Jahren als Kämpfer, Übungsleiter und Trainer setzte er sich ab Mitte der 1990er-Jahre maßgeblich für den Wiederaufbau des Judosports in Großenhain ein. Mit großem persönlichem Einsatz wurde die ehemalige Judohalle in der Hermannstraße wieder nutzbar gemacht. 1997 gehörte er zu den Gründern des Judosportclubs Großenhain e. V. und führte den Verein bis 2018 als Präsident. In dieser Zeit wurden neue Trainingsgruppen aufgebaut, zahlreiche Kinder und Jugendliche für den Sport begeistert und neue Übungsleiter ausgebildet. Auch heute ist er weiterhin als Trainer aktiv.

In den vergangenen 70 Jahren wechselten die Trainingsstätten mehrfach – von der Pestalozzischule über verschiedene Hallen bis zur langjährigen Trainingsstätte in der Hermannstraße. Was jedoch immer geblieben ist, sind die Begeisterung für den Judosport, die intensive Nachwuchsarbeit und der Zusammenhalt der Großenhainer Judoka.

2026 beginnt nun ein neues Kapitel: Nach vielen Jahrzehnten wird die bisherige Trainingsstätte in der Hermannstraße aufgegeben. Mit der neuen Trainingsstätte im Sportpark Großenhain erhält der Verein moderne Bedingungen und eine neue Heimat für kommende Generationen.

Der Judosportclub Großenhain blickt damit nicht nur stolz auf 70 Jahre bewegte Vereins- und Sportgeschichte zurück, sondern zugleich optimistisch in die Zukunft. Das Jubiläum ist Anlass, allen Sportlern, Trainern, Übungsleitern, Unterstützern und Wegbegleitern zu danken, die den Judosport in Großenhain über Jahrzehnte aufgebaut, geprägt und erhalten haben. (STS)